Postcard Strasbourg Els. Covered bridges field post 30.4.1917 used Immigrath to FP 46 For Sale


Postcard Strasbourg Els. Covered bridges field post 30.4.1917 used Immigrath to FP 46
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Postcard Strasbourg Els. Covered bridges field post 30.4.1917 used Immigrath to FP 46:
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Alte kolorierte Ansichtskarte „Straßburg i. Els. Bei den Gedeckten Brücken.“: Ponts Couverts mit vier mittelalterlichen Wehrtürmen und roten Ziegeldächern, steinerne Bogenbrücke, hölzerner Steg auf Pfählen, weiße Bauten auf dem Wasser, Spiegelungen in der Ill, Münsterturm am Horizont und Abendhimmel, Victor\'s Kunstverlag, Strassburg i. E., Nr. 26622, Reichsland-Zeit vor 1918, als portofreie Feldpost gelaufen am 30.4.1917 ab Immigrath (Niederrhein) an das Armierungs-Bataillon 60, Feldpost 46, mit Familiengruß in deutscher Schreibschrift

Diese kolorierte Ansichtskarte zeigt eines der bekanntesten Motive des Elsass: die Gedeckten Brücken (Ponts Couverts) in Straßburg. Vier Wehrtürme aus hellem Sandstein mit steilen, roten Ziegeldächern säumen das Ufer der Ill. Eine steinerne Bogenbrücke und ein langer Holzsteg auf dunklen Pfählen führen über das Wasser. Häuser, Türme und Pfähle spiegeln sich fast vollkommen im ruhigen Fluss. Über der Stadt ragt der dunkle Turm des Straßburger Münsters in einen zarten, rosa bis blau verlaufenden Abendhimmel.

Die Rückseite macht die Karte zu einem bewegenden Zeitzeugnis des Ersten Weltkriegs. Der Absender strich „Postkarte“ durch und schrieb „Feldpost“ darüber. Eine Marke war deshalb nicht nötig. Am 30. April 1917 stempelte die Post in Immigrath (Niederrhein). Die Karte ging an den Ersatz-Reservisten Olbertz im Armierungs-Bataillon 60, II. Zug, 6. Kompanie, Feldpost 46. Die Familie schreibt: „Liebe Geschwister! Viele Grüße von uns allen …“ und bittet: „Schreibt mal bald wieder.“

Das Besondere auf einen Blick

  • Motiv „Straßburg i. Els. Bei den Gedeckten Brücken.“ aus der Reichsland-Zeit (vor 1918)
  • Kolorierte Ansicht mit Wehrtürmen, Brücken, Ill und Münsterturm
  • Deutsche Bildunterschrift „Straßburg i. Els.“, heute Strasbourg (Frankreich)
  • Verlag Victor\'s Kunstverlag, Strassburg i. E., Nr. 26622
  • Feldpost 1917, portofrei und ohne Marke
  • Handschriftlich „Feldpost“, Vordruck „Postkarte“ durchgestrichen
  • Rundstempel „IMMIGRATH (NIEDERRHEIN) 30.4.17. 11–12 V.“
  • Empfänger: Ers. Res. Olbertz, Arm. Batl. 60, II. Zug 6. Comp., Feldpost 46
  • Armierungstruppe: Bau- und Schanzeinheit des deutschen Heeres
  • Familiengruß in Kurrent- bzw. Sütterlinschrift, unterschrieben von Fr. (Fritz?) Georg, Peter und Minna
  • Doppelte Heimatbezüge: Elsass und Rheinland

Motiv (Vorderseite)
  • Kolorierte Ansichtskarte, Querformat
  • Druckverfahren: vermutlich Lithografie bzw. kolorierter Lichtdruck (bitte anhand der Fotos prüfen)
  • Bildunterschrift oben links in rotbrauner Kursivschrift: „Straßburg i. Els. Bei den Gedeckten Brücken.“
  • Türme:
    • vier hohe, sandfarbene Wehrtürme mit steilen Walmdächern aus roten Ziegeln
    • ein großer Turm links im Mittelgrund, einer in der Bildmitte
    • ein etwas kleinerer Turm dazwischen im Hintergrund, ein weiterer am rechten Bildrand
  • Brücken:
    • steinerne Bogenbrücke über einen Arm der Ill, links der Mitte
    • langer, hölzerner Fußgängersteg auf dunklen Pfählen, diagonal von rechts unten
  • Bauten auf dem Wasser: langgestrecktes, weißes Gebäude rechts der Mitte, vielleicht eine Badeanstalt oder Mühle (Deutung nicht gesichert)
  • Stadtbild: mehrgeschossige Häuser mit hellen Putzfassaden und roten Dächern im elsässischen Stil
  • Hintergrund: dunkler Turm des Straßburger Münsters über der Dachlandschaft
  • Wasser: ruhige, grünblaue Ill mit klaren Spiegelungen von Türmen und Pfählen
  • Himmel: Verlauf von Rosa am Horizont zu kräftigem Blau, zwei kleine Wolken
  • Grün: Bäume und Büsche zwischen Türmen und Häusern
  • Rand: schmaler, weißer Bildrand mit leicht gerundeten Ecken
  • Bildwirkung: romantische Altstadtstimmung, fast wie ein Gemälde
Verlag & Ausgabe
  • Senkrechter Vermerk am linken Rand der Rückseite: „Victor\'s Kunstverlag, Strassburg i. E.“
  • Kleine Verlagsnummer „26622“ unten rechts
  • Alle Vordrucke in grüner Farbe:
    • Überschrift „Postkarte.“ mit waagerechter Linie
    • senkrechte Trennlinie zwischen Mitteilung und Anschrift
    • punktierte Hilfslinien für die Anschrift
  • Geteilte Rückseite
  • Kürzel „i. E.“ steht für „im Elsass“
  • Kartentyp: Stadt- und Uferansicht aus dem Reichsland Elsaß-Lothringen
  • Entstehungszeit der Auflage: vor bzw. um 1917, belegt durch den Poststempel
Postgeschichte (Rückseite)
  • Gelaufen ab Immigrath (Niederrhein) an eine Einheit im Feld
  • Versendungsform: Feldpost
    • Vordruck „Postkarte“ mit zwei Strichen getilgt
    • darüber handschriftlich in Bleistift „Feldpost“
  • Frankatur: keine Marke, da Feldpostkarten an Soldaten im Feld portofrei befördert wurden
    • Rundstempel mit doppeltem Außenring
    • Ortsname „IMMIGRATH“ oben, „(NIEDERRHEIN)“ unten
    • Datum „30.4.17.“, Zeit „11–12 V.“ (11 bis 12 Uhr vormittags)
    • Stempelfarbe dunkelviolett bis schwarzblau
  • Der 30. April 1917 war ein Montag
  • Anschrift in Bleistift:
    • „Ers. Res. Olbertz“ (Ersatz-Reservist Olbertz)
    • „Arm. Batl. 60.“ (Armierungs-Bataillon 60)
    • „II. Zug 6. Comp.“ (2. Zug, 6. Kompanie)
    • „Feldpost 46“, grün unterstrichen
  • „Feldpost 46“ bezeichnet vermutlich das zuständige Feldpostamt bzw. die Feldpostnummer (Zuordnung bitte anhand der Fachliteratur prüfen)
  • Wie bei Feldpost üblich, nennt die Anschrift keinen Ort, sondern nur die militärische Einheit
  • Kleiner Bleistiftvermerk „F“ oben links, vermutlich eine spätere Sammler- oder Händlernotiz
Mitteilung
  • Handschriftlich in Bleistift, in deutscher Schreibschrift (Kurrent bzw. Sütterlin)
  • Quer zur Anschrift auf der linken Hälfte geschrieben
  • Lesbare Passagen (Lesung teilweise unsicher):
    • „Liebe Geschwister!“
    • „Viele Grüße von uns allen, habe die Karte erhalten.“
    • „Wir sind zurzeit bei Neuss.“
    • „Schreibt mal bald wieder.“
    • „Viele Grüße sendet Fr. Georg“, wohl Fritz Georg
    • „Viele herzliche Grüße sendet dir Peter“
    • „Mine“ bzw. „Minna“ unten links
  • Drei Unterschriften auf einer Karte zeigen einen gemeinsamen Familiengruß an den Soldaten
  • Der Satz „Wir sind zurzeit bei Neuss“ passt nicht ganz zum Stempelort Immigrath. Vielleicht war die Familie unterwegs oder die Lesung weicht ab (Deutung nicht gesichert).
  • Warum eine Straßburg-Ansicht von Immigrath aus verschickt wurde, bleibt offen. Möglicherweise hatte der Soldat die Karte zuvor aus dem Elsass mitgebracht oder heimgeschickt (Deutung nicht gesichert).
  • Einzelne Wörter sind schwer lesbar. Bitte prüfen Sie die Lesung anhand der Fotos.
Zustand
  • Gelaufen als Feldpost, mit Poststempel, Anschrift und Mitteilung
  • Gebrochen weißer bis beiger Karton mit altersgemäßer Tönung
  • Leichte Flecken und Stockflecken, besonders am unteren und linken Rand der Rückseite
  • Bleistiftschrift verblasst, aber großteils erkennbar
  • Leicht gerundete Ecken
  • Poststempel klar und gut lesbar
  • Bildseite mit kräftigen Farben, Türme, Brücken und Münsterturm gut erkennbar
  • Bitte beachten Sie die Fotos als Teil der Zustandsbeschreibung.

Historischer Hintergrund
  • Die Gedeckten Brücken in Straßburg: Die Ponts Couverts entstanden im 13. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung. Sie führen über die Arme der Ill am Rand des Viertels Petite France. Ihren Namen verdanken sie den früheren hölzernen Dächern. Diese verschwanden im 18. Jahrhundert, der Name blieb. Die Wehrtürme am Ufer gehören zu den markantesten Bauten der Altstadt. Stromaufwärts liegt das Barrage Vauban, ein Stauwehr aus dem späten 17. Jahrhundert.
  • Das Straßburger Münster: Der Nordturm des Münsters ist rund 142 Meter hoch. Von 1647 bis 1874 galt das Münster als höchstes Bauwerk der Welt. Auf dieser Karte überragt sein Turm die gesamte Dachlandschaft.
  • Das Reichsland Elsaß-Lothringen: Nach dem Krieg von 1870/71 kam das Elsass an das Deutsche Reich. Straßburg wurde Hauptstadt des Reichslands Elsaß-Lothringen. Deutsche Ortsnamen wie „Straßburg i. Els.“ prägten Karten, Stempel und Schilder. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel das Gebiet 1918/19 wieder an Frankreich. Ansichtskarten mit deutscher Beschriftung stammen daher aus einer klar abgegrenzten Zeit.
  • Die Armierungstruppen: Armierungsbataillone waren Bau- und Arbeitseinheiten des deutschen Heeres. Ihre Männer hoben Schützengräben aus, errichteten Unterstände und Stellungen und bauten Wege hinter der Front. Viele Angehörige waren ältere Wehrpflichtige aus Landsturm und Ersatzreserve. 1917 halfen Armierungstruppen unter anderem beim Ausbau großer Verteidigungsstellungen an der Westfront.
  • Der Ersatz-Reservist: Zur Ersatzreserve gehörten Wehrpflichtige, die im Frieden keinen aktiven Dienst geleistet hatten. Im Krieg wurden sie in großer Zahl eingezogen, oft für Bau-, Wach- und Nachschubaufgaben.
  • Die Feldpost im Ersten Weltkrieg: Die Feldpost war die wichtigste Verbindung zwischen Front und Heimat. Täglich liefen Millionen Karten und Briefe in beide Richtungen. Sendungen an Soldaten im Feld waren bis zu bestimmten Gewichtsgrenzen portofrei. Aus Gründen der Geheimhaltung trugen die Anschriften nur Einheit und Feldpostnummer, aber keinen Ort.
  • Immigrath am Niederrhein: Immigrath war 1917 eine Gemeinde im Rheinland, zwischen Köln und Düsseldorf. Heute gehört der Ort zur Stadt Langenfeld (Rheinland). Der Stempelzusatz „(Niederrhein)“ half bei der Zuordnung in der Postbeförderung.
  • Frühjahr 1917: Nach dem harten „Steckrübenwinter“ 1916/17 litt die Bevölkerung unter Hunger und Mangel. Am 6. April 1917 traten die USA in den Krieg ein. Briefe und Karten aus der Heimat bedeuteten den Soldaten in dieser Lage besonders viel. Die schlichte Bitte „Schreibt mal bald wieder“ zeigt das sehr eindringlich.

Sammlertipp
  • Elsass-Ansichten aus der Reichsland-Zeit mit deutscher Beschriftung sind ein eigenes, gefragtes Sammelgebiet.
  • Feldpost an Armierungstruppen mit vollständiger Einheitsangabe bietet einen reizvollen Beleg zur Militär- und Postgeschichte.
  • Der klare Immigrath-Stempel macht die Karte zusätzlich für Heimatsammler aus Langenfeld und dem Rheinland interessant.
  • Als Straßburg-Motiv mit Feldpost-Verwendung passt die Karte in Heimat-, Militär- und Postgeschichtssammlungen gleichermaßen.

Perfekt für Heimatsammler von Straßburg / Strasbourg und dem Elsass, Sammler zum Reichsland Elsaß-Lothringen, Freunde kolorierter Ansichtskarten, Sammler von Feldpost des Ersten Weltkriegs, Spezialisten für Armierungstruppen und Truppenstempel, Heimatsammler von Immigrath, Langenfeld und dem Niederrhein sowie alle, die sich für die deutsche Schreibschrift und persönliche Zeitzeugnisse begeistern.

Sichern Sie sich diese farbenfrohe Ansicht der Gedeckten Brücken in Straßburg mit Feldpostgruß aus dem Jahr 1917 für Ihre Sammlung. Bei Fragen zu Zustand oder Details melden Sie sich gerne vor dem Kauf.



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